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Neue Upcycling-Produkte zum Sonntag

Es ist einige Zeit vergangen seit meinem letzten Beitrag. Aber es ist auch viel passiert. Die Gründungsmitglieder für den Verein „Haus der Werte“ haben die Satzung erarbeitet, jetzt fehlt nur noch die Eintragung. In den kommenden Wochen soll die Villa winterfest gemacht werden, was die Fenster betrifft. Und auch um Werte wurde viel diskutiert. So haben wir die Frage nach der „deutschen Leitkultur“ immer wieder auf den Tisch gebracht. Was aber ist überhaupt damit gemeint. Ich habe Menschen befragt und unterm Strich keine andere Antwort bekommen als: „Es soll in Deutschland so bleiben, wie es war und ist.“ Das ist eine schwache Antwort, die auch gar nichts mit Leitkultur zu tun hat. Was Politiker fordern, erklären und erläutern sie zu wenig. Und schließlich wird diese Forderung auch nicht umgesetzt. Gehört zur deutschen Leitkultur nicht auch, der Welt gegenüber Offenheit zu zeigen? Wenn die deutsche Wirtschaft irgendwo in den Krisengebieten der Erde Geld verdienen kann, sind wir gar nicht fremdenfeindlich. Afrikanische Babys dürfen deutsche Medikamente einnehmen, Asiatinnen dürfen deutsche Touristen bedienen und Osteuropäer dürfen auch gern Produkte herstellen, die wir hier zum Spottpreis kaufen können. Was ist deutsche Leitkultur? Das Christentum fällt mir noch ein, aber wie viele Deutsche würden dem zustimmen? Dann gibt es noch Immanuel Kant, Luther, Schiller…. Aber wer kennt diese Herrschaften denn noch? Wir bleiben der Frage auf der Spur und vielleicht kommt ja der eine oder andere Kommentar, der uns hilft, die deutsche Leitkultur besser zu definieren. Ich sehe jedenfalls um mich herum zumindest in der Konsumwirtschaftswelt immer nur offene Türen für Multikulti, schade, dass wir diese Offenheit manchmal im Sinne der Menschlichkeit nicht finden. Aber nun genug der Worte, hier unsere aktuellsten Upcyclings:

DSCF5029Lampe, 100% Handarbeit, Pappmaché

Es gibt 5 Lampen, alle sind Unikate. signiert und mit Pendel.

Für Vereinsmitglieder kostet die Lampe 65,00 €, für alle anderen 85,00 € inklusive Porto und Verpackung.

 DSCF5030 DSCF5028  Die Lampe hat einen Durchmesser von ca. 57 cm und ist etwa 30 cm hoch. Wer die Lampe kaufen will oder sich für einen Beitritt in den Verein „Haus der Werte“ interessiert, schreibt eine Mail, um weitere Infos zu erhalten.

Das zweite Produkt ist zufällig entstanden, aus der Restekiste heraus.

DSCF5022Ein Kerzenteller mit Papierrosen, die durch Lackreste geschützt werden. So schön können Reste sein.

Und hier folgt eine anspruchsvolle Handwerksarbeit. Jeanspatchwork, professionell verarbeitet von einem Handwerksmeister auf Stühlen, wie sie unsere Großeltern geliebt haben. Diese Stühle sind Unikate, zusammen für 450,00 € zu haben oder einzeln für 120,00 € pro Stück. Auch hier reicht eine Mail, um nähere Infos zu bekommen.DSCF5007

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Vorsicht: Wer gesund isst, gilt als psychisch krank

Seelenliebe

Vorsicht: Wer gesund isst, gilt als psychisch krank

Quelle: http://transinformation.net/vorsicht-wer-gesund-isst-gilt-als-psychisch-krank/

gefunden auf Zentrum der Gesundheit

Sie ernähren sich gerne gesund? Kaufen dann und wann im Bioladen ein? Studieren das eine oder andere Zutatenetikett? Ja? Dann könnte es durchaus sein – auch wenn Sie sicher anderer Meinung sind – dass Sie psychisch krank sind. Jedenfalls wird die Essstörung namens Orthorexia nervosa genau so beschrieben. Ist diese “neue Krankheit” nun ernst zu nehmen oder ist sie nichts anderes als die gut getarnte Rechtfertigung jener, die einfach nicht von ihrem Junk Food lassen können?

Sind Bioladen-Kunden potentielle Psycho-Patienten?

Die Psycho-Fraktion unter den Ärzten bringt immer wieder Erstaunliches zustande. Während es bislang als vorbildlich galt, biologisch erzeugte Produkte zu kaufen, auf eine rundum ausgewogene Versorgung mit allen Vitaminen und Mineralien zu achten und Wert auf eine möglichst schonende Zubereitung der Mahlzeiten zu legen, definieren die Experten für verwirrte Geister dieses Verhalten jetzt als mentale…

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Toleranz – eine kindliche Fähigkeit mit himmlischen Folgen?

Zitat des Monats:
Toleranz ist immer und überall eine Frage der inneren Selbstbefreiung. (Herder)

Wer träumt nicht von Freiheit und Toleranz für sich selbst und alle anderen Menschen? 
Warum ist es scheinbar so schwer, frei zu sein und Toleranz zu üben? Weil unsere Fesseln 
in uns selbst stecken. Unsere Ängste und negativen Selbstbilder sind es, die uns halten und 
mutlos machen. Und so beneiden wir die, die es wagen, ihren eigenen Weg zu gehen. 
Neid macht intolerant. Wir sind intolerant immer dann, wenn andere uns zeigen, dass sie mutig 
und selbstbestimmt leben. Anders sein, das ist ein Wunsch, den viele sich versagen. 
Sie versagen sich diesen Wunsch und werden damit zu „Versagern“. 

Dieses Versagen kann auf die oben erwähnten inneren Fesseln zurück gehen. Oder einfach 
auf Fantasielosigkeit und fehlende Eigenliebe. Hier gilt das Gebot der Kindlichkeit in der 
eigenen Seele. 
Wer Kind genug ist, sich zu lieben, sich selbst spannend zu finden, erforschen zu wollen 
und sich zu bewegen, der ist kein „Versager“. 
Und wer seinen eigenen Erfolg feiern kann, wird viel leichter Toleranz leben können als der, 
der sich und seine Seele in einem Korsett 
einsperrt. Hier greifen wir zurück auf Jesus von Nazareth, der den sehr weisen Spruch prägte: „
Wenn ihr nicht werdet, wie die Kinder, werdet ihr das Himmelreich nicht schauen können.“ 
Also sollten wir unsere innere Selbstbefreiung in Angriff nehmen und uns selbst wieder arglos 
und liebend begegnen wie als Kind. 

Nur dann können wir das himmlische Gefühl der Toleranz leben und erleben. 
(Quelle: Stefanie Glaschke, Hexenpost Januar 2015 https://hexenpost.wordpress.com/)
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Kitzingen zeigt die Ausstellung „Ein Platz für Demokratie und Toleranz“

Am 7. Februar 2015 geht es los. Das Projekt „Ein Platz für Demokratie und Toleranz“ verlässt das Haus der Werte und geht auf Tour. Wir starten im Stadtmuseum Kitzingen.

Ich veröffentliche hier als Einladung an alle LeserInnen dieses Blogs einen Ausschnitt aus dem Museumsnewsletter.

„Das Programm des Städtischen Museums Kitzingen steht im Januar und Februar 2015 unter dem Motto:

Ein Platz für Demokratie und Toleranz

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Ein Platz für Demokratie und Toleranz

Mit den aktuellen Mordanschlägen auf Presse- und Publikationsorgane in Frankreich wird auch das Wertesystems unserer Gesellschaft in Frage gestellt.

Was bedeuten uns die Grundwerte der Demokratie wie Glaubens-, Meinungs- und Pressefreiheit?

Können uns unsere „Dichter und Denker“ heute noch/wieder etwas sagen?

Ein Sonderausstellungsprojekt mit zwei Vorträgen und einem Workshop

von und mit der bekannten Autorin Stefanie Glaschke.

Start: Samstag, 7. Februar 2015,

 

Eröffnung der Ausstellung: 17.00 Uhr, 1.OG, Stadtmuseum

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Demokratie und Toleranz –

Wie viel Platz haben und brauchen die Grundwerte unserer Gesellschaft?

Vortrag im Rahmen der Sonderausstellung

von Stefanie Glaschke

  1. Februar 18.00 Uhr, 1.OG, Stadtmuseum Kitzingen

  StefanieLehne

Workshop: Ein Platz für Demokratie und Toleranz

Der Workshop ist geeignet für alle Altersgruppen und interkulturelles Arbeiten.

Angesprochen sind besonders Jugendclubs, Schulen oder Vereine.

Wer sich mit einer (Schüler-)Gruppe beteiligen möchte,

kann sich gerne vorab im Stadtmuseum dazu anmelden.

Einzelpersonen können ohne Voranmeldung teilnehmen.

Jeder Teilnehmer bringt einen eigenen Stuhl mit, Material wird gestellt.

Es sind maximal 20 Teilnehmer möglich.

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Kontakt: Stephanie.nomayo@stadt-kitzingen.de

oder: 09321/929915 (Bureau) bzw. 09321/927063 (Service)

Sonntag, den 8. Februar von 11.00 – 16.00 Uhr, Stadtmuseum Kitzingen.

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 Ist Demokratie noch zeitgemäß?

Vortrag und Diskussion im Rahmen der Sonderausstellung von und mit Stefanie Glaschke.

Sonntag, den 8. Februar um 17.00 Uhr 1.OG, Stadtmuseum Kitzingen“

Wir suchen noch weitere Schulen, Museen und andere, die Gastgeber sein möchten. Infos, Preise und Konzepte gibt es unter demokratie-und-toleranz@t-online.de

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Endlich wehrt sich jemand – das tägliche Dilemma Schule

Wo findet Wertevermittlung statt? Dürfen wir Schule noch als einen Ort sehen, der Persönlichkeitsentwicklung fördert? Eine junge Schülerin aus dem Salzlandkreis hat den Mund aufgemacht. Sie hat sich an die örtliche Presse gewandt und über die Zustände in ihrer Schule berichtet. Selbstverständlich haben Schulleitung und Lehrer alles sofort richtig gestellt. Man könnte meinen, es gäbe gar kein Bildungsdilemma, keinen Unterrichtsausfall und auch keine Probleme mit der Sozialkompetenz an Schulen. Ich erlebe es anders. Ich erlebe Lehrkräfte mit schweren Burnoutstörungen, desorientierte Schüler und verzweifelte Eltern. Und das quer durch die Republik. Es fehlen schon seit langer Zeit die Kompetenz und der Wille, das Thema Schule der Realität in der Gesellschaft anzupassen. Der schwarze Peter wird von einem Platz auf den nächsten geschoben. Sind denn nun die Kultusministerien schuld? oder die Eltern? Vielleicht ja doch die Lehrer? Ich habe Lust, einen Paukenschlag zu tätigen. Denn bei all den Fragen über Schuld und Verantwortung gehen unsere Kinder unter. Die Schuldiskussion erinnert mich an einen Streit zwischen Eltern, die in ihrem Gezanke nicht merken, dass das Kind aus dem Kinderzimmerfenster fällt. Dieses Bild ist die aktuelle Aufnahme, wenn man die Erwachsenen zum Thema Schule/ Bildung belauscht. Es ist traurig und schade, wie sich Lehrer und Eltern mit Politikern gegenseitig Vorwürfe machen, während es bereits Kinder in unserem Land gibt, die in der gesamten Grundschulzeit nicht schreiben lernen. Sind das die neuen Werte der Gesellschaft? Schuld von sich weisen und die Füße hochlegen? Müssten die Beteiligten nicht an einem Strang ziehen? Und sollte dieser Strang nicht heißen: Bildung für jedes Kind auf dem Niveau von EU-Bürgern? Was Spaß macht, ist gut. Was Mühe macht, ist böse und soll unterlassen werden. Das zeigen die vielen Klassenchats und die wenigen Lehrer, die Medienkompetenz vermitteln können. Auf den Smartphones der Mitschüler können Kinder heute jugendgefährdende Videos sehen. Eltern würden dafür bestraft werden. Lehrer dagegen zucken nur mit den Schultern. Wenn wir unseren Kindern nichts besseres zu bieten haben, haben wir sie eigentlich gar nicht verdient. An dieser Stelle ein ganz herzliches Dankeschön an die mutige Schülerin, die den Wert der Aufrichtigkeit gelebt hat, indem sie sich zu Wort meldete. Hoffentlich trifft sie auf würdige Erwachsene. Und uns anderen wünsche ich eine Solidarität zwischen Eltern, Schülern und Lehrern, eine Solidarität mit dem gemeinsamen Ziel Bildung.

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Betrachtungen

Über die Motivation, zu demonstrieren

Gestern war es endlich so weit. Die Installation mit 50 Stühlen war aufgestellt und wurde den BürgerInnen der Stadt Aschersleben präsentiert. Jetzt können sie lustwandelnd betrachten, was die Kinder und Jugendlichen gefertigt haben. Außerdem haben die Stühle etwas zu erzählen. Die meisten tragen Zitate zu den Themen „Demokratie“ und „Toleranz“.

Es gab ein recht großes Medieninteresse, mdr, saw und auch die MZ waren vor Ort. Gut, dass Musik und Punsch ein wenig zum Verweilen einluden. Besonders schön war zu sehen, dass auch Lehrer, Lokalpolitiker und der OB sich die Sache einmal aus der Nähe anschauen wollten.

In den vielen Gesprächen wurde deutlich, wo es hakt mit den Werten. Diese Installation ist ein Zeichen für etwas. Sie ist nicht gegen etwas gerichtet. Die Stühle weisen nur auf positive Werte hin und prangern keine Missstände an. Das macht sie schon fast uninteressant. Es fehlt der Grund für diese Aktion. Doch hier muss der Hebel angesetzt werden. Ein Grund zur Bewegung, eine Motivation muss und darf nicht immer Gegenwehr sein. Es gilt, das Gute zu bewahren, wenn es vorhanden ist. Es ist wichtig, zu halten und zu pflegen, was Bedeutung hat. Nicht nur die Demonstration gegen Billiglöhne, Rechtextremismus und Krieg sind sinnvolle Handlungen. Sie entbehren der Weisheit. Sicher, der Protest, das klare NEIN zu Umständen, die nicht gewollt und menschenfeindlich sind, ist wichtig. Doch dieser Protest wäre weniger notwendig, wenn auch ein klares JA geäußert würde. Wir sollten wieder lernen konstruktiv zu denken und zu handeln. Die Verneinung mag kraftvoll sein, doch kraftvoller sind das aktive Leben und Zeigen dessen, was gut ist. Schließlich gilt: Worauf ich meine Aufmerksamkeit richte, das wächst. Hier knüpft die Stuhlinstallation an. Wir zeigen, was wir wollen. Wir zeigen, dass Raum für Demokratie und Toleranz vorhanden sind. Und das jetzt, bevor es zu spät ist. Wo Demokratie und Toleranz einen Platz einnehmen, ist für Kriegtreiberei, Propaganda und Feindbilddenken kein Raum.

Wir wollen weiter demonstrieren, für Demokratie und Toleranz. Wir arbeiten mit Museen, Schulen, Unternehmen und Kirchengemeinden zusammen. Aber auch Privatleute können das Programm unterstützen bzw. in Anspruch nehmen. Eine kurze Nachricht reicht, um weitere Infos zu erhalten.

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Betrachtungen

Können wir überhaupt noch netzwerken?

Es gibt viele von uns. Viele Akteure, Künstler, Autoren und Denker, die sich mit den Werten befassen und sie erhalten wollen. Doch wir alle leben in der gleichen Welt. Wir leben in der Diktatur des Materiellen, unsere Zielgruppe sind Menschen aus dieser Welt und die Bedingungen sind denkbar schlecht. Die fehlende Werteerziehung und Werteorientierung macht denen zu schaffen, die auf Freiheit, Demokratie und Menschlichkeit setzen. Können wir unsere eigenen angestrebten Werte in dieser Welt eigentlich noch leben? Derzeit ziehen wir von unserem Standort in Alsleben aus, um mit der Ausstellung „Ein Platz für Demokratie und Toleranz“ ein Zeichen für Werte zu setzen. Es ist ganz einfach. Kinder und Jugendlich werden für einige Stunden vom PC gelockt und befassen sich mit den großen Dichtern und Denkern, die unsere Kultur geprägt haben. Das Ergebnis wird im Upcycling-Verfahren präsentiert. Danach können Erwachsene die Arbeit der jungen Akteure bewundern und für ihre eigene Werteorientierung nutzen. Das ist der eine Teil der Aktion. Der andere Teil ist ebenso leicht. Für die Idee und die eingesetzte Zeit müssen wir so entschädigt werden, dass wir leben können. Aber es hakt. Wir würden überall gratis arbeiten, nur um dieses Zeichen zu setzen. Das wäre aber indirekt verboten, denn dann könnten wir unsere Rechnungen nicht bezahlen. Arbeiten wir aber gegen Bezahlung, haben wir die Grenzen zu beachten. Die Grenzen des Marktes, Grenzen einer künstlichen Institution, die nur dazu dient, ein Zahlensystem aufrecht zu halten. Und schlussendlich ist das Ziel dieses Systems, dass einige wenige Menschen ihr Geld mehren. Wir müssen also so arbeiten, dass andere Menschen ausreichend Papierscheinchen und Metallstückchen bekommen. Das ist unsere Eintrittskarte. Ohne diese Eintrittskarte spielen wir nicht mit. Ich bin überzeugt von der Notwendigkeit und dem hohen menschlichen Nutzen dieser Aktion. Doch diese Aktion bringt keinen materiellen Mehrwert. Der Wert ist ideell. Die Menschen denken, fühlen, reflektieren. Als Ergebnis gibt es kein Auto und keine Edelklamotte sondern Menschlichkeit. Wir arbeiten also nicht für Status sondern für eine (Ein-)Stellung. Und das ist schwer. Wem geht es ebenso? Wer kann sich Kooperationen vorstellen? Wer mag dieser Aktion dazu verhelfen, möglichst oft durchgeführt zu werden? Wer lädt den Workshop zu sich ein oder vielleicht auch einen Vortrag oder die Ausstellung? Und wofür? Gegen Provisionen, wie es innerhalb dieser Realität üblich ist? Oder im Tausch gegen etwas anderes, wichtiges? Diese Fragen und Aufgaben werden dazu führen, das Aktionen mit ideellem Wert verschwinden und die Kunst sich kommerzialisiert. Das ist schon weitgehend geschehen, wir merken es an Computermusik und Plastikbildern. Aber es darf nicht geschehen. Kunst entwickelt sich und Kunst entwickelt eine Gesellschaft. Kunst muss unbedingt frei sein von materiellem Druck. Deshalb brauchen Künstler kein Netzwerk zur Vermarktung sondern ein Netzwerk der Solidarität. Wir brauchen eine Bewegung, die präsent ist. Ich denke seit vielen Wochen darüber nach. Deshalb gibt es das Haus der Werte. Wir brauchen Raum und so viel Wirkung wie die Wirtschaft sie hat. Haben wir die Kraft? Wir kann das gehen? Wer wie ich diese Vision nicht aufgeben will, darf sich gern bei mir melden. Ich bin überzeugt, dass wir von Monsato und Nestlé und all den anderen lernen sollten. Wir sollten uns zu einem einzigen großen Organismus verbinden. Und wenn die Künstler sich nicht mehr billig einkaufen lassen, dann wird der Wert ihrer Arbeit wieder so sein, wie es sich gehört. Wer einen Künstler nicht wertschätzen will, der sollte ihn auch nicht nutzen. Wir sind überall. In jedem Werbeprospekt, auf Events für Autohäuser etc. Wir werden genutzt, zur Profilpflege und als Beruhigung für das soziale Gewissen. Was würde passieren, wenn die Geldwelt auf uns verzichten müsste? Würden ihre Kunden noch so fleißig Weihnachtseinkäufe machen, wenn unsere kunstvollen Fotos, Designs und Dekorationen nicht mehr da wären? Wenn die Geldwirtschaft mit dem werben müsste, was sie selbst kann, mit Geld nämlich? Wer nicht geschätzt wird, hat kein Selbstwertgefühl. Das ist eine Tatsache, der sich alle stellen müssen, die wertvolle Arbeit für schlechte Bezahlung machen. Diese Morgengedanken sind nicht lange überarbeitet worden aber ich freue mich auf eine rege Diskussion. Und zum Schluss: Ich bin immer wieder erstaunt, dass so viele Rechtschreibprüfungen der verschiedenen PC-Programme Wörter wie „Werteorientierung“ oder „Wertebildung“ nicht kennen 😉

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