Allgemein

Das Schriftzimmer

Es soll losgehen mit dem „Schriftzimmer“. Geplant ist ein Raum, in dem der Betrachter nur Schrift und Text findet. Selbst die Wände werden mit Schrift gestaltet sein. Wer hat noch Ideen für ein Zimmer aus/ mit Schrift? Wer hat Lust, mitzuarbeiten? Wer kann Bücher, die nicht mehr lesbar sind, spenden? Schön wären auch Bücher, die nicht in lateinischer Schrift geschrieben wurden.

BildGanz toll ist, wenn sich jemand findet, der mitmachen will. Es gilt, Bett, Tisch und Stuhl sowie ein Regal mit Schrift zu gestalten. Lampen und Dekos werden aus Büchern hergestellt. Selbstverständlich können die HelferInnen im Haus übernachten und was zum Essen gibt es auch.

Für die Bettwäsche und die Vorhänge werden übrigens noch Stoffe mit Schriftdesign gesucht. Übernachten kann man dann ab August im Schriftzimmer. Übernachtungen sind gegen eine freiwillige Spende (ab 10,00 €) möglich. Wer spenden möchte, gibt bitte seinen Wunschtermin mit an, damit das Zimmer reserviert werden kann.

 

Weitere Infos gibt es über das Kontaktformular.

 

 

Advertisements
Standard
Allgemein

Hier mal ein Foto. Das Atelier von Volkmar Koch ist bereits eingerichtet. Der Künstler schreibt und zeichnet. Und er fertigt Blumentöpfe, Kerzenhalter und BIlderrahmen aus Dachziegeln. Ein Blumentopf (auf der kleinen Kommode zu sehen) braucht übrigens etwa 5 Stunden, bis er fertig ist. Dafür lohnt sich aber die Mühe. Wer in das Atelier reinschauen möchte, kontaktiert mich einfach. 

 

Standard
Allgemein, Betrachtungen, Kontakt und Impressum, Tagebuch

Freiheit contra Bequemlichkeit

Was sind eigentlich Werte? Für mich persönlich ist Freiheit ein Wert. Allerdings scheint mir, dass eben dieser Wert in beständiger Konkurrenz mit dem Wert der Bequemlichkeit steht. Doch kann es dieses Konkurrenzverhalten wirklich geben? Ist Freiheit, wie es in einem bekannten Oldie heißt „nothing left to loose“? Oder ist Freiheit die Summe aller Möglichkeiten. Sicher ist, wo Freiheit ist, da sind keine Bevormundung, keine Kontrolle. Aber in Freiheit gibt es auch keine Versorgung. Das Haus der Werte soll diesen Wert „Freiheit“ hochhalten. Deshalb werden keine öffentlichen Gelder beantragt. Nur wer frei ist, kann sich entfalten. Und es gibt in Freiheit keine Zensur. Das bedeutet auch, dass der Entfaltung keine vorzeitige Richtung gegeben wird. Ein schwieriges Unterfangen ist das. Künstler, die ins Haus der Werte einziehen, wie beispielsweise Volkmar Koch mit seinem Atelier, testen sich und probieren sich aus. Sie haben keine Vorgaben. Sie wissen nicht, ob sie ihre Kunst verkaufen können, nicht einmal, ob sie jemanden finden, dem sie gefällt. Sie arbeiten also nicht „marktorientiert“. Das wirkt komisch. Schließlich arbeiten alle irgendwie markt- und zielgruppenorientiert. Doch was bringt diese Orientierung wirklich?  Die Plastikostereier und die Kunststoffengelchen in den Supermärkten sind marktorientiert. Noch viel besser sind die neuen Medien orientiert am Markt und damit am Verbraucher. PC-Spiele und Konsolen sind immer noch Verkaufsrenner. Marktorientiert bedeutet: Das Produkt wird gekauft. Bedeutet es auch, es bringt Gewinne? Nicht unbedingt und meistens eher nicht. Denn die sozialen und ökologischen Folgen müssen bezahlt werden und zwar teuer. Die Zeche bezahlen zwar nicht die Hersteller sondern die Verbraucher aber erst später. Und dann stört es niemanden mehr. Nur, dass immer höhere Schäden für immer mehr Menschen entstehen. Die marktfähigen Produkte setzen häufig auf Bequemlichkeit für den Kunden. Wer kann, macht es sich leicht. Rechnen wir aber einmal die Kosten für all die Haltungsschäden aus, die durch Medienkonsum entstehen, dann ist das schon ziemlich teuer. Und es muss von der Allgemeinheit bezahlt werden. Hinzu kommen die Kosten für die vielen zusätzlichen Sozialprogramme für Schüler und andere Mediengeschädigte. Nein, ich habe nichts gegen Medien, ohne Medien gäbe es dieses Blog nicht. Aber Medien sind bequem und sehr teuer. Sie sind nur gewinnbringend für die Anbieter. Die Preise für die Nutzer können schnell utopisch hoch werden. Und das gilt auch für die bequemen, preiswerten Pestizide. Wie schön, sich bei der Gartenarbeit nicht bücken zu müssen. Aber wie unbequem wird es, wenn die Böden dann schlussendlich unfruchtbar und die Erträge giftig geworden sind. Kunststoffe sind bequem. Aber inzwischen haben nicht mehr die Freiheit, gesund zu leben und gesund, altersbedingt zu sterben. Viele sterben an unbequemen Erkrankungen. Ist das Freiheit? Nein, das ist Bequemlichkeit. Bequem ist das Haus der Werte nicht. Es fordert Einsatz und Mühe. Aber es ist frei. Es bietet die Möglichkeit, sich selbst ohne Gängelei und ohne Folge zu entfalten.

Aber es gibt selbstverständlich die Frage „Wollen Menschen lieber Freiheit oder lieber Bequemlichkeit?“ Freiheit wollen meist nur wenige, Bequemlichkeit scheint vielen zu gefallen. Doch die Bequemlichkeit wird schnell unbequem, wenn Körper, Geist und Seele unterfordert und damit krank werden. Dadurch entsteht dann der nächste Kostenfaktor der modernen marktorientierten Angebote. Das Individuum zahlt oft mit Gesundheit, Lebensfreude und Lebenskraft.

 

 

Vielleicht gelingt es, mit der Umfrage ein Bild über die Meinung der Leser zu erhalten.

Standard